Plattdeutsches Wörterbuch: Gubbel

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Es ist grau und ständig regnet es. Den kleinen Weg, der über eine Rasenfläche in meine Straße führt, muss ich zurzeit immer umgehen. Zumindest, wenn ich gerade keine Gummistiefel trage. Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, besteht die Gefahr, steckenzubleiben. Der Grund dafür: Gubbel, überall Gubbel!

Und damit meine ich keinen Truthahn, der (vor allem durch Asterix und Obelix) auch als Gubbel-Gubbel bekannt ist. Wer bei mir zuhause in der Wesermarsch von Gubbel spricht, meint damit Matsch oder Schlamm. Das Wort Gubbel zählt zu meinen Lieblingswörtern auf Plattdeutsch. Es war schon immer Teil meines Wortschatzes.

Voll das Gubbel-Wetter!

Und natürlich gibt es auch das passende Adjektiv: So ist der Weg vor meiner Straße einfach so gubbelich, dass ich ihn zur Zeit nur ungern überquere. Was ist das hier nur für ein Gubbel-Kram? Blödes Gubbel-Wetter! Da möchte man am liebsten auf der Couch bleiben.

Plattdeutsch (auch: Niederdeutsch, oder in der Eigensprache: Plattdüütsch) ist eine eigenständige Sprache mit vielen Dialekten, die vor allem im nördlichen Deutschland gesprochen wird. Gebräuchlich ist das Plattdeutsche aber auch in den angrenzenden Regionen, sowie im Osten der Niederlande. Ein Einheits- oder Standard-Platt gibt es daher nicht.