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Kurkuma: Ein Wundergewürz?

Kurkuma kannte ich bis vor einiger Zeit vor allem aus dem Gewürz-Schrank meiner Mutter: ein etwas bitter schmeckendes, gelb bis oranges Gewürz, das sehr gesund sein soll. Mehr wusste ich nicht darüber. Was man so alles mit Kurkuma anstellen kann, habe ich erst in den vergangenen Wochen erfahren.

Als ich neulich im Internet ein bisschen über Kurkuma recherchierte, war ich erstaunt. Das Gewürz scheint ein wahres Wundermittel zu sein. Es soll eine entzündungshemmende Wirkung haben, das Immunsystem stärken und die Haut schön machen. Sogar gegen Alzheimer und Krebs soll Kurkuma laut einiger Beiträge helfen. Ob Letzteres stimmt, sei mal dahingestellt, aber ein starkes Immunsystem und schöne Haut sind doch schon mal starke Argumente. Ich habe ein paar Experimente durchgeführt und Kurkuma-Seife, eine Kurkuma-Gesichtsmaske, das Detox- und Trendgetränk Kurkuma Latte und einen Kurkuma-Ingwer-Tee ausprobiert.

Kurkuma-Seife

Alles begann vor ein paar Monaten, als ich auf Sansibar Urlaub gemacht habe und eine Gewürzfarm besuchte. Sansibar ist nämlich als Insel der Gewürze bekannt. Eine sogenannte “Spice Tour” gehört quasi zum Pflichtprogramm, wenn man die Insel besucht. Unser Guide erklärte bei der Führung unter anderem, dass Kurkuma besonders gut für die Haut ist und bei Unreinheiten helfen kann. Da ich immer wieder Probleme mit meiner Haut habe, kaufte ich mir auf der Farm eine Kurkuma-Seife. Die lag dann erstmal einige Zeit bei mir zuhause rum, aber vor ein paar Wochen habe ich sie dann doch mal ausprobiert.

Und was soll ich sagen? Ich liebe sie! Die Seife hat zwar eine komische Farbe und besticht nicht gerade durch herrlichen Geruch. Frei von Unreinheiten ist meine Haut auch noch nicht. Trotzdem wirkt die Kurkuma-Seife bei mir wie ein kleines Wunder. Ich habe eigentlich eine sehr fettige Haut und glänze den lieben Tag lang vor mich hin. Seitdem ich die Kurkuma-Seife benutze, hat sich dieses Phänomen in Luft aufgelöst. Selbst wenn ich morgens aus dem Bett komme, ist von fettiger Haut keine Spur. Dabei benutze ich sie nur alle ein bis zwei Tage einmal. Ich muss wohl demnächst wieder nach Sansibar, um mir eine neue Kurkuma-Seife zu kaufen.

Kurkuma-Gesichtsmaske

Da ich so begeistert von der Kurkuma-Seife war, habe ich direkt auch mal eine Kurkuma-Gesichtsmaske ausprobiert. Man kann sie kinderleicht aus drei Zutaten herstellen: Naturjoghurt, Honig und Kurkuma-Pulver.

Zutaten für die Gesichtsmaske: Honig, Kurkuma-Pulver und Joghurt. (Foto: Laura)

Man braucht jeweils einen Teelöffel davon, vermischt alles gut und fertig ist die Gesichtsmaske. Die Paste muss nun nur noch auf das Gesicht aufgetragen werden, dann lässt man das Ganze 10 bis 20 Minuten einwirken.

Meine Haut war super-weich nach der Maske. Allerdings sind meine Wangen ein bisschen zu trocken geworden. Vielleicht nehme ich beim nächsten Mal ein bisschen weniger Kurkuma-Pulver. Das sollte man auch beachten: Der Farbstoff Curcumin ist sehr intensiv und kann auf Klamotten oder auch auf der Haut Flecken hinterlassen. Von meinem Gesicht ging mit etwas Reinigungsschaum alles gut ab.

Kurkuma Latte

Ich liebe Latte Macchiato und Chai Latte. Also wieso nicht auch mal Kurkuma Latte ausprobieren, dachte ich mir, als ich im Internet davon las. Es klingt zwar komisch, aber einen Versuch ist es wert. Ist ja schließlich gesund. Für die schnelle Version braucht man eine Tasse Milch (ich habe Mandelmilch genommen), einen Teelöffel Kurkuma-Pulver, etwas geriebenen, frischen Ingwer, eine Prise schwarzen Pfeffer und einen Teelöffel Honig.

Zutaten für Kurkuma Latte: Ingwer, Pfeffer, Kurkuma, Milch und Honig. (Foto: Laura)

Durch den Pfeffer soll sich die Wirkung von Kurkuma besser entfalten. Alle Zutaten werden in einem Topf erwärmt, danach lässt man die “Goldene Milch”, wie das Getränk auch genannt wird, 10 Minuten ziehen.

Das Ergebnis war, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig. Mein Lieblingsgetränk wird es jedenfalls nicht. Klassisch wird Kurkuma Latte mit einer Paste hergestellt, die man im Vorfeld zubereiten muss. Vielleicht schmeckt das ja besser. Allgemein gibt es natürlich unterschiedliche Rezepte. Ob ich noch mal eine andere Variante ausprobieren werde, weiß ich nicht. Vielleicht bleibe ich auch einfach bei meinem Latte Macchiato – auch wenn der nicht so gesund ist wie das Kurkuma-Gebräu.

Kurkuma-Ingwer-Tee

Da mich die Latte-Version ja nicht so überzeugt hat, habe ich noch einen Tee ausprobiert. Vielleicht schmeckt das Ganze ohne Milch ja besser. Und tatsächlich hat mir der Kurkuma-Ingwer-Tee ganz gut gefallen. Er wird wohl nicht mein liebstes Alltags-Getränk werden und sieht auch seltsam aus, aber ich weiß schon, womit ich meiner nächsten Erkältung den Kampf ansagen werde.

Und so wird er zubereitet: Eine Tasse Wasser mit einem Teelöffel Kurkuma-Pulver, einem halben Teelöffel Zimt, ein paar Scheiben frischen Ingwer und einer Priese Pfeffer in einem Topf kurz aufkochen. Dann etwas abkühlen lassen und den Saft einer halben Zitrone hinzugeben. Anschließend nach Belieben mit Honig süßen und fertig ist der Tee.