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Das Missverständnis mit Diäten

Am Wochenende lief im Fernsehen eine Dokumentation darüber, dass die Welt immer dicker wird. Als Ursache wurden auch Diäten genannt. Ein Punkt, mit dem auch ich bei meiner Arbeit im Fitnessstudio häufig konfrontiert werde. Besonders Crash-Diäten und Hungerkuren haben oftmals zur Folge, dass die Abnehmwilligen nach der Diät mehr Gewicht zulegen, als sie vorher reduzieren konnten. Der Jojo-Effekt lässt grüßen!

Die Herkunft des Wortes „Diät” liegt im Griechischen und bedeutet „Lebensweise oder Lebensführung”.

Hungern oder massenhaft angebotene Crash-Diäten haben überhaupt nichts mit einer Lebensweise zu tun. Sie beschränken sich immer nur auf Zeiträume, die oft viel zu kurz bemessen sind. Zwar senken sie kurzfristig das Gewicht, sie verbessern aber nicht die Körperform, geschweige denn die Körperzusammensetzung.

WorK out. Eat well. Be patient. Your body will reward you.

Ursache dafür: Durch den Crash verwendet der Körper das wichtige Muskelgewebe als Energielieferanten statt des eigentlich zu verbrennenden Fettgewebes. Wegen des Mangelzustandes wird das wertvolle Muskelgewebe sogar abgebaut. Das ist vergleichbar mit einer Hungersnot während der Steinzeit. Ein (gut trainierter) Muskel hingegen arbeitet rund um die Uhr und verbrennt, ganz im Gegensatz zu Fett, viele Kalorien. Nur wer dem Körper durch Training und eiweißreiche Ernährung zeigt, dass die Muskeln gebraucht werden, kann also langfristig glänzen.

Kein zwanghafter Blick auf die Waage

Durch gezielte Ernährung in Kombination mit einem individuellen Trainingsplan ist es möglich, die eigene Körperform zu verändern. Soll tatsächlich auch Gewicht reduziert werden, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen, so ist das Prinzip simpel: Weniger Nahrung aufnehmen, als der Körper im Tagesverlauf verbraucht.

Ein Energiedefizit kann entweder durch das Einsparen von Kalorien entstehen oder auch durch mehr Bewegung und Sport. Mit gezielter Ernährung meine ich eine sportgerechte, ausgewogene und nährstoffdeckende Ernährung, die den Körper vor einem Mangelzustand bewahrt. Die Verbesserung der Körperzusammensetzung und -form lässt sich dabei am besten über Körperfett-Analysen beobachten – nicht über den zwanghaften Blick auf die Waage. Sollte es wirklich notwendig sein, das Gewicht zu reduzieren, reicht es, sich einmal pro Woche zu wiegen.

Wie ich bereits in meinem ersten Blogpost berichtet habe, sind Muskeln zwar nicht schwerer als Fett, ein Kilogramm Fett nimmt aber deutlich mehr Raum ein als ein Kilogramm Muskelmasse. Daher kann das Gewicht auch mal stagnieren, wenn man regelmäßig intensives Krafttraining betreibt.

Meine Tipps für euch:

Wiegen ist in Ordnung, aber bitte nicht zwanghaft.

Richtig und ausgewogen essen – Hungern ist nicht der Weg zum Erfolg.

Regelmäßige Körperfett-Analysen dokumentieren Fortschritte.

Krafttraining hilft, wertvolle Muskelmasse zu erhalten und aufzubauen.

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Jana

Über Jana Holm

Etwas chaotisch und doch immer durchgeplant – so könnte man Jana beschreiben, die in Bremen und Kiel aufgewachsen ist. Neben ihrer Leidenschaft für das Krafttraining, freut sich die Fitnesstrainerin immer über Zeit mit ihren Liebsten. Und als Hobbyköchin versucht sie, die Welt des "clean eatings" noch vielfältiger und alltagstauglicher zu machen.

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