Plattdeutsches Wörterbuch: Plüschappel

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Ich bin schon fast mit meinem Wochenmarkt-Einkauf fertig, als ein älterer Herr vor mir am Obststand nach zwei „Plüschappels“ fragt – er bekommt zwei Pfirsiche in die Hand gelegt und bezahlt. Etwas perplex schaue ich ihm nach: Plüschappels?

Wenn man etwas mit den Spielereien der plattdeutschen Sprache vertraut ist, weiß man, dass Plüschappel ziemlich simpel erklärt sein müsste. Als ich über die Bedeutung gestolpert bin, leuchtete es mir sofort ein und ich musste schmunzeln.

Wieso Plüschappel?

Die Haut des Pfirsichs ist sehr flauschig. Er gehört zur Gattung des Steinobstes und ähnelt in seiner Form und Farbe oft einem Apfel. Die Plattdeutschen setzten diese Eigenschaften zusammen und fertig war ein weiteres lustiges Wort: Der Plüschappel.

Wie so viele Wörter aus dem Plattdeutschen ist der Umgang mit solchen Begriffen von Dorf zu Dorf anders. Dennoch, in Norddeutschland klingt halt einfach alles niedlich, dass wissen auch die Plattdeutschen!

So klingt es:

Plattdeutsch (auch: Niederdeutsch, oder in der Eigensprache: Plattdüütsch) ist eine eigenständige Sprache mit vielen Dialekten, die vor allem im nördlichen Deutschland gesprochen werden. Gebräuchlich ist das Plattdeutsche aber auch in den angrenzenden Regionen, sowie im Osten der Niederlande. Ein Einheits- oder Standard-Platt gibt es daher nicht.

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