Plattdeutsches Wörterbuch: klönen

Foto: Adobe Stock, Montage: Lena Gausmann

Eine Tasse Tee oder Kaffee, ein Stück Kuchen und ein gemütliches Gespräch mit Freunden und Bekannten – dieses Bild habe ich gleich im Kopf, wenn ich das Wort „klönen“ höre. Denn genau darum geht es beim Klönen: darum nett miteinander zu plaudern, sich gemütlich zu unterhalten, zu schwatzen, zu quatschen, einen Plausch zu halten.

in vergessenheit

Heutzutage wird „klönen“ leider immer seltener benutzt. Ab und zu hängt irgendwo ein Plakat, auf dem für einen „Klön-Nachmittag für Senioren“ geworben wird, oder meine Oma erzählt mir, mit welchen Verwandten oder alten Bekannten sie am Telefon geklönt hat.

Eigentlich schade, wenn ihr mich fragt. Denn das, wofür das Wort „klönen“ steht – ein gemütliches Gespräch mit Freunden, Bekannten oder der Familie – ist doch im Grunde etwas Schönes. Auf jeden Fall etwas, für das es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen. Und wenn man sich mit jemanden zum „Klönschnack“ trifft, klingt das doch auch irgendwie charmant. Typisch norddeutsch eben.

So klingt es:

Plattdeutsch (auch: Niederdeutsch, oder in der Eigensprache: Plattdüütsch) ist eine eigenständige Sprache mit vielen Dialekten, die vor allem im nördlichen Deutschland gesprochen werden. Gebräuchlich ist das Plattdeutsche aber auch in den angrenzenden Regionen, sowie im Osten der Niederlande. Ein Einheits- oder Standard-Platt gibt es daher nicht.

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