Foto: Nina Brockmann

Unikat Cuxhaven: Good food with good people

Richtig gute Küche zu angemessenen Preisen in stylishem Ambiente: Das „Unikat” im ehemaligen Cuxhavener Fischversandbahnhof ist die perfekte Adresse für romantische Date-Nights oder gesellige Abende.

Im Dunkeln ist das große Backsteingebäude lila beleuchtet. Es sieht einladend aus, irgenwie gemütlich. Gut, dass es direkt vor der Tür einen großen Parkplatz gibt. Von dort aus geht es durch eine alte, hölzerne Drehtür hinein in das räumlich sehr großzügige Restaurant mit großer Bar in der Mitte.

Wir werden nett in Empfang genommen – haben zum Glück reserviert. Es ist Dienstag, viertel vor acht. Die guten Plätze sind alle weg. Mit den „guten Plätzen” meine ich den etwas loungig gestalteten Sitzbereich, wenn man reinkommt links. Rechts wirkt die Atmosphäre eher etwas kühler, dort hängt eine Leinwand, auf dem Programm läuft. Für besondere Veranstaltungen, zum Beispiel Lesungen, befindet sich hier auch eine Bühne. Hinter der Bar gibt es noch Hochtische. Hinten links gibt es einen einrichtungstechnischen Bruch. Ein kleines Café wurde hier liebevoll eingerichtet – nachmittags der perfekte Spot für die Zeitung und einen Kaffee zu einem Stück Kuchen.

nothing brings people together like good food.

Kein Wunder, dass sich das Unikat als „Erlebnisgastronomie” bezeichnet. Neben all den kleinen Highlights und Lieben zum Detail gibt es verschiedene Themenräume (Frachtraum oder Spiegelsaal), die man für private Veranstaltungen mieten kann sowie eine ziemlich coole Bar. In der „Slyrsbar” fühlt man sich wie in einem amerikanischen Gangster-Film, würde es sich am liebsten mit Zigarre, auf den Chesterfield-Sesseln vor dem Kamin bequem machen.

Prioritäten setzen

Nun aber zurück ins Restaurant. Der Blick in die Karte macht Spaß. Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt. Trotzdem ist die Karte nicht überladen, sondern kommt mit fünf übersichtlichen Seiten aus. Darauf: verschiedene Vorspeisen, wie Mango-Avocado-Tatar, Rindercarpaccio oder gegrillte Scampi, Tapas, Pasta, Gnocchi, Risotto. Fleisch- und Fischgerichte, Burger und Desserts wie Brownies oder Panna Cotta.

Gefühlt habe ich mich bei meinen zwei Besuchen schon quer durch die Karte probiert. So ist der mediterrane Steak-Burger mit rosa gegrilltem Entrecote, Tomatensalsa, Pesto, Tomaten, Parmesan, geschmorten Zwiebeln, Süßkartoffelpommes und Salat das erste Mal auf meinem Teller gelandet. Ein ziemlich mächtiges Teil. Den Salat musste deswegen ich leider liegen lassen. Man muss schließlich Prioritäten setzen.

Mediterraner Steak-Burger. (Foto: Nina Brockmann)

Beim zweiten Besuch ist meine Wahl auf die Kartoffelgnocchi mit Parmaschinken, Oliven und Pinienkernen (10,90 Euro) gefallen. Der Grund: Ich habe sie am Nebentisch gesehen und konnte nicht widerstehen, sie selbst zu testen. Außerdem hatten wir das Safranrisotto (14,90 Euro) mit Maispoulardenstreifen (3,50 Euro extra). Und wenn ich (unter Freunden bekanntlich) eins nicht ausstehen kann, dann sind das kleine Portionen – zum Glück war das hier nicht der Fall. Sondern wir waren so satt, dass wir für den Nachtisch nochmal wiederkommen wollen.

Aber nicht nur das Dessert ist die Fahrt nach Cuxhaven wert. Der Besuch im „Unikat” gleicht wirklich einem Erlebnis. Es ist ein Ausflug in eine andere Welt. Eine, die wir vielleicht eher aus Großstädten kennen. Ein bisschen erinnert mich das Gebäude und die Aufmachung nämlich an das New Yorker Meatpacking District. Das Viertel ist bekannt für legendäre Nächte. Vielleicht sollte man im „Unikat” wirklich mal einen Raum mieten und die Nacht zum Tag machen.

Überblick

Unikat 
Neufelder Straße 12 in Cuxhaven
Telefon: 04721/5003777
Mail: info@unikat-cux.de
Website

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Nina

Über Nina Brockmann

Foodie, Yogi und reiseverrückter Lifestyle-Junkie. Kann ohne Kaffee, Avocados und Lachen nicht leben. Steht auf Melancholie, aber nicht auf Mädchenkram wie Kleider oder Nagellack. Nur ohne Lippenstift geht sie äußerst selten aus dem Haus. Auch für Flechtfrisuren hat sie ein Faible.

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