Grafik: Lena Gausmann, Foto: Nina Brockmann

Turn up the love: Ninas Festival Musthaves

Schade. Irgendwie ist mein Kopf so voll, da ist noch gar kein Platz für Deichbrand-Vorfreude. Denn es gibt viel vorzubereiten: Visitenkarten gestalten, Banner entwerfen, Interviews anfragen und recherchieren, Konzert-Rezensionen planen, Outfits zusammenstellen, eigene Shirts designen, und, und, und. Aber: All diese Vorbereitungen auf das Festival, unserer ersten großen Veranstaltung mit NORDKIND, machen unglaublich viel Spaß. Und zeigen mir jeden Tag aufs Neue, warum ich meinen Job liebe.

Denn: Jeder Tag ist anders. Du planst zwar, aber wirst jeden Tag von neuen Aufgaben überrascht. Dein Leben, dein Arbeitstag, dein Kopf steht Kopf – und dabei am Ende doch irgendwie den Überblick zu behalten, ist ein geiles Gefühl. Genauso geil ist es nun auch, das Licht am Ende des Deichbrand-Organisations-Tunnels zu sehen. Wir haben uns langsam durch die Aufgaben gewuselt, alles ist geregelt und die Vorfreude sackt so langsam durch. Ein Blick auf den Timetable zum Beispiel, der letzte Woche veröffentlicht wurde, lässt den Puls bei mir schon höher schlagen. Oder der Gedanke an all die Leute, die wir treffen werden. Und all den Spaß, die gute Laune, die uns das Wochenende begleiten wird.

Wir leben für die Nächte, an die sich keiner erinnert – mit Leuten, die wir nie vergessen werden.

Wir werden mit NORDKIND drei Tage lang vor Ort sein – Freitag, Samstag und Sonntag. Wir – das sind Daniel, Lena, Janina und ich. NORDKIND ist unser Baby. Und unser Baby will endlich auch viele andere stolze Nordkinder kennenlernen. Deswegen werden wir mit Sofortbildkameras und unseren goldigen NORDKIND-Tattoos über das Festival-Gelände streunen, um euch mit unserem coolen Logo auf dem Arm (oder wo auch immer) im Polaroid-Style abzulichten. Woran ihr uns erkennt? Natürlich an unseren selbst designten NORDKIND-Shirts – und unserer Bombenlaune. Denn: Diese Arbeit hat uns in den letzten Wochen so sehr zusammengeschweißt. Wir haben recherchiert, getüftelt und gezeichnet, bis diese beiden Herrschaften dabei herausgekommen sind, die nun unsere schwarzen und weißen T-Shirts zieren. Sie – ne scharfe Sailor-Bitch mit Augenklappe, Papierschiff-Hütchen und Rosen-Diamanten-Tattoos – und er – ihr geiles Gegenstück mit Pfeiffe, Hipster-Mütze und Vollbart – sind das Ergebnis von stundenlanger Zeichenarbeit unserer Grafikdesignerin Lena. Respekt nochmal, my dear, an dieser Stelle – so much love for your work!

So sehr ich unsere Shirts auch liebe, kann ich natürlich nicht nur ausschließlich darin rumlaufen. Deshalb habe ich mir übers Wochenende mal Gedanken über meine persönlichen Festival Musthaves gemacht – meinen übersichtlichen, aber durchaus abwechslungsreichen Kleiderschrank durchwühlt und einige Lieblingsstücke ausfindig machen können, die es auf jeden Fall in mein Festival-Gepäck schaffen werden. Dabei hat mich meine neue Spotify-Deichbrand-Playlist begleitet. Womit ich nun den Bogen zu einer Wette zwischen Daniel und mir schlagen möchte: Er ist tatsächlich der Überzeugung, dass Placebo nicht „Song to Say Goodbye” spielen werden. Träum‘ weiter, Mister! Deinen Schreibtisch kannst du selber putzen…

Grafik: Lena Gausmann, Foto: Nina Brockmann

  1. Regenjacke
    Sieht aus wie ne Wärmedecke ist auch eine – aber das war nicht der erste Gedanke, warum Janina und ich uns diese Regenjacke gekauft haben. Eigentlich lautete unser Vorsatz: Auf dem Hurricane im NORDKIND-Stil auffallen. Dass wir uns in diesen Dingern am Ende totschwitzen würden, hatte keiner von uns geahnt. Dennoch: Es gab einige Komplimente für dieses Glanzstück und als es dann – natürlich – auf dem Hurricane geregnet hat, hat sie sogar auch noch ihren ursprünglichen Zweck erfüllt. Auf dem Deichbrand wird sie für den Fall der Fälle (kurzer, böser Blick zu Petrus) auch am Start sein. Und falls ihr mit uns im Partnerlook rumlaufen wollt, muss ich euch leider sagen: Die Jacke gibt es bei Zara mittlerweile nicht mehr. Aber ich habe eine ähnliche bei H&M gefunden.
  2. Cap
    Einer meiner liebsten Shops in Oldenburg ist ONYGO – es ist vor allem ein Paradies für Sneaker-Junkies. Doch mit meinem Schuh-Repertoire bin ich derzeit (leider) sehr zufrieden, dass ich daran ziemlich unbeeindruckt vorbeigehen konnte. Dennoch: Mit leeren Händen wollte ich diesen Laden nicht verlassen. Als mir dann das NEW ERA Cap in die Augen gefallen ist, war der Kauf klar. Im Alltag kombiniere ich die Cap gerne als Stilbruch – zu einem großen Männer-Wollpulli oder zu einem schlichten Shirt. Auf dem Deichbrand wird sie mich vor allem – ganz verantwortungsbewusst – als Sonnenschutz begleiten. In beige gibt es die Cap online jedoch nicht mehr. Dafür in anderen coolen Farben, zum Beispiel in orange oder dieses Yankees-Modell in grau.
  3. Bandana-Tücher
    Dem Retro-Trend bin ich sowieso schon verfallen. Und auch wenn Bandanas eher in die Cowgirl-Western-Richtung gehen, zählen sie für mich – richtig kombiniert – zu diesem Retro-Style dazu. Am liebsten trage ich sie aufgewickelt als Haarband, aber auf dem Deichbrand werde ich sie auch mal klassisch als Halstuch kombinieren. Das rote Bandana besitze ich sogar schon seit 10 Jahren. Als ich 2007 mit meiner Familie einen Rundreise durch den Westen der USA gemacht habe, war es – ich meine mich dunkel daran zu erinnern – eine Serviette in einem typisch amerikanischen Restaurant. Ich habe mir also mein fettiges Essen damit von den Lippen gewischt und es anschließend als Andenken mitgenommen. Das blaue habe ich im Mai in den Wolfsburger Designer Outlets gekauft – bei Levi’s um genau zu sein. Ein Klassiker eben, den es hier zu kaufen gibt.
  4. NORDKIND-Shirts
    Schreibt uns gerne, wenn euch die Shirts gefallen oder ihr anderes Feedback zu unseren Entwürfen habt. Wir freuen uns über jede Nachricht und sammeln auch schon fleißig Bestellungen für nach dem Deichbrand!
  5. Lippenstift
    Wer mich kennt, weiß: Ich gehe nur äußerst selten ohne Lippenstift aus dem Haus. Und dabei trage ich auch noch fast immer denselben. Nämlich den Perfect Mat Lipstick in „Marrakesh Red” von Artdeco, welchen ich mir mit viel Ruhe und Zeit bei Douglas ausgesucht habe. Am Ende dieser Session hatte ich so viele Farben auf beiden Handrücken, dass ich nur noch verwirrt war. Doch er hat sich durchgesetzt und war die richtige Wahl. Da ich sonst nicht viel Make-Up trage, ist ein Lippenstift für mich genau der richtige Weg, einem unaufwendigen Look trotzdem einen Akzent zu geben – vor allem auf Festivals.
  6. Shorts
    Diese Shorts war ein Schnapper: Ich habe sie so oft hängen lassen (wer bitte gibt 200 Euro für ne Hotpants aus?) – und musste dann einfach zuschlagen als sie zu Saisonende reduziert war. Diesen Sommer kombiniere ich sie gerne mit Netzstrumpfhosen und Chucks oder zu kurz geschnittenen Sweatshirts.
  7. Gummistiefel
    Hunter ist einfach die Gummistiefelmarke. Ich habe schon lange von einem Paar – hoher Schaft, klassisch in schwarz, mit Riemen hinten – geträumt. Als ich Anfang des Jahres für einen Kurztrip in Hannover war, bin ich über dieses elegante, schmal geschnittene Pärchen bei Peek & Cloppenburg gestolpert. Ich meine mich zu erinnern, dass es sogar ein spezieller Preis war, da dieses Modell aus dem Sortiment genommen werden sollte, deswegen habe ich die Möglichkeit direkt ergriffen – auch wenn noch kein Festival in Sicht war. Deswegen bin ich sehr froh, sie nun endlich gebührend – son paar Regentage zählen ja nicht – einweihen zu können. Die verschiedenen Modelle findet ihr auf der Hunter-Website. Hier geht es zu meinem Modell.

Grafik: Lena Gausmnn, Foto: Nina Brockmann

  1. Zopfgummi
    Das Zopfgummi, auf das ich nie wieder verzichten möchte: Mit dem „Invisibobble” in nude sitzt jeder Dutt auf Anhieb – was vor allem für Festivals besonders praktisch ist. Denn auch wenn man keinen Spiegel hat, ist auf dieses Zopfgummi Verlass. Ich persönlich finde es in nude besonders schön, habe aber auch welche in durchsichtig. Außerdem sehen sie auch am Handgelenk, als Armband, super aus. Es gibt sie zum Beispiel bei dm – drei Stück für rund fünf Euro.
  2. Hippie-Kleid
    I love boho. Als ich 2015 in New York gelebt habe, war direkt um die Ecke meines Büros ein „Free People” Shop. Ich lebte gefährlich. Denn die Kleidung ist endgeil, die Preise eher höher. Einmal die Woche bin ich in der Mittagspause bestimmt durch den Laden gestreift und habe nichts gekauft – Schmerz lass nach. Gegen Ende meiner Zeit in der unglaublichsten Stadt der Welt hat mich eine meiner besten Freundinnen besucht. Wir haben einen wunderbaren Tag in Brooklyn verbracht und während einer Runde Alternative-Shopping habe ich dieses Kleid gefunden, Leider war der innenliegende Reißverschluss kaputt. Ich habe also ein wenig gefeilscht und die „Macke” reparieren lassen, sobald ich in der Heimat war. Zwei Jahre später wartet es nun ungeduldig auf seinen ersten Festival-Auftritt.
    Boho-Kleider von Free People findet ihr hier. Diesen Jumpsuit finde ich zum Beispiel besonders schön – oder dieses Kleid
  3. Statement-Ohrringe
    Normalerweise stehe ich nicht auf Modeschmuck. Aber da Statement-Ohrringe gerade ziemlich angesagt sind (und mich ehrlich gesagt auch ziemlich schwach machen) und ich keine Lust habe, viel Geld für so einen Trend auszugeben, habe ich unlängst bei H&M zugeschlagen. Diese hippiesken Ohrringe mit großem Stein und Quasten peppen jeden auch noch so chilligen Festival-Look auf. Ähnliche Ohrringe findet ihr sowohl bei H&M als auch bei Mango oder Zara.
  4. Sofortbildkamera
    Noch nie ausprobiert, aber ich bin mir jetzt schon sicher: Es gibt keine bessere Variante, um die schönsten Festival-Moment festzuhalten. Mit zwei Fujifilm Instax Mini 8 ausgestattet werden wir euch auf dem Deichbrand suchen, finden und ablichten – für die besten NORDKIND-Schnappschüsse.
  5. Jutebeutel
    Ein Geschenk von Lena und Daniel zum NORDKIND-Launch – weil wir unser Logo lieben und von eigenen Merchandising-Produkten träumen („dream big” und so). Deswegen haben die beiden uns mit diesen bedruckten Jutebeuteln überrascht. Wir wollen zwar eigentlich mit einem Turnbeutel auf Festival-Streife gehen, haben aber noch keinen passenden gefunden. Deswegen ist dieses Geschenk mein aktuelles Festival-Musthave.
  6. Chucks
    Urban Outfitters am New Yorker Herald Square macht’s möglich: Flache, weiße Chucks von Converse muss man einfach haben. Und schwarze und graue und hohe und welche aus Leder. Aber soweit bin ich noch nicht. Die weißen haben auf dem matschigen Hurricane-Wochenende zwar schon ziemlich gelitten, aber ich kann Entwarnung geben: Man kann sie guten Gewissens in die Waschmaschine werfen. Sie sehen danach zwar nicht aus wie neu, sind aber für ihren nächsten Festival-Einsatz definitiv bereit.
  7. Augencreme
    Nicht nur auf Festivals mein Musthave: „It’s Potent!” Eye Cream von Benefit. Unsere erste Begegnung im Winter 2013 war reiner Zufall. Ich war Praktikantin bei der InStyle in München – wie bei Modemagazinen üblich, bekommt das Beauty-Ressort immer sehr viele Proben zugeschickt. Diese werden vereinzelt getestet, oftmals aber nicht einmal geöffnet. So findet zwischendurch und vor allem vor Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten immer ein großer „Beauty-Bazaar” statt. Dann werden alle Samples rausgekramt, sortiert und fast pop-up-shop-like im Büro aufgebaut. Ich habe noch nie so viele Beauty- und Make-Up-Produkte auf einem Haufen gesehen. Jedenfalls geht, sobald die Tür geöffnet wird, dann so ziemlich die Hatz ab. Aus allen Abteilungen des Hauses strömen Beauty-Queens in dieses Zimmer – auf der Suche nach Geschenken für ihren Liebsten und für sich selbst. Dabei verliert man schnell die Ruhe und den Überblick – nimmt also, was man kriegen kann. Was ich damit sagen will: Ich habe nie das Verlangen nach einer „wach machenden” Anti-Falten-Augencreme gehabt. Bis mir dieses Wundermittel zwischen die Finger gefallen ist.

Doch Musthaves hin oder her – was zählt, sind die Leute, mit denen ihr die Tage verbringt. Und deswegen freue ich mich ungemein auf die Zeit mit unserer kleinen NORDKIND-Family und die vielen Erinnerungen, die wir sammeln werden.

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Nina

Über Nina Brockmann

Foodie, Yogi und reiseverrückter Lifestyle-Junkie. Kann ohne Kaffee, Avocados und Lachen nicht leben. Steht auf Melancholie, aber nicht auf Mädchenkram wie Kleider oder Nagellack. Nur ohne Lippenstift geht sie äußerst selten aus dem Haus. Auch für Flechtfrisuren hat sie ein Faible. Nina hat NORDKIND mit ins Leben gerufen.

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