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Erdbeerzeit: So essen wir die roten Früchte am liebsten

 

Süß, saftig und hübsch anzusehen. Wir lieben Erdbeeren! Zur Zeit wachsen sie wieder munter auf den Feldern. Man kann sie zum Getränk mixen, als Kuchen backen, zu Marmelade kochen oder frisch und pur snacken. Und das beste: Man kann sie sogar selbst ernten. Die Nordkinder stellen ihre Lieblingsrezepte vor. 

Sophia: Milchreis

Für mich ist Milchreis mit Erdbeeren das perfekte Sommer-Essen. Natürlich immer streng nach Muttis Rezept zubereitet. Was ihren Milchreis so unschlagbar lecker macht, ist die Soße aus einem Ei, etwa 100 Milliliter Schlagsahne und einem Päckchen Vanillzucker (auf 250 Gramm Reis ungekocht). Die Soße wird an den Reis gegeben, kurz bevor er weichgekocht ist und noch einen leicht festen Kern hat. Dazu gibt es dann die geputzten und gezuckerten Erdbeeren.

Daniel: Erdbeer-Crumble

Mal im England-Urlaub im Süden Cornwalls neugierig bei meiner Frau genascht und vollkommen von diesem „Streuselkuchen ohne Boden“ überrascht worden. Ganz genau so bin ich auf den herrlich fruchtig-sauren Geschmack gekommen. Wie ich so bin, habe ich Zuhause gleich versucht es ähnlich hinzubekommen und dabei mein eigenes Rezept zu diesem typisch britischen Klassiker kreiert. Einfach nur himmlisch schmeckt es mit geschlagener Sahne oder einer Kugel Vanilleeis dazu.

Die Zutaten: 40 Gramm Pekannüsse, 40 Gramm kernige Haferflocken, 80 Gramm Mehl, 1 Prise Salz, 75 Gramm brauner Zucker, 1 Messerspitze Vanillemark, 60 Gramm kalte Butter, 600 Gramm Erdbeeren.

Die Zubereitung: Die Pekannüsse in einem Standmixer/einer Küchenmaschine fein „hacken”. Danach die Haferflocken, das Mehl, das Salz, die Butter in kleinen Stückchen, den Großteil des Zuckers sowie das Vanillemark zugeben und zu einer recht glatten Masse verkneten. Nun die Erdbeeren waschen, trocken tupfen, vierteln und in einer Auflaufform verteilen. Den restlichen Zucker gleichmäßig darüber rieseln lassen. Aus der im Mixer entstandenen Masse jetzt Stück für Stück mit den Fingern kleine Streusel formen und flächendeckend auf die Erdbeeren legen. Die Auflaufform kommt nun bei 200 °C bei Ober-/Unterhitze in den vorgeheizten Backofen. Nach ungefähr 30 bis 35 Minuten Backzeit und 5 Minuten Abkühlzeit voller ungeduldiger Vorfreude kann der Genuss des Erdbeer-Crumbles dann eeeeendlich beginnen.

Kristin: Erdbeermilch

Mein Lieblingsrezept mit Erdbeeren geht auf früheste Kindheitserinnerungen zurück. Denn sobald die ersten Erdbeeren – ob im eigenen Garten oder beim örtlichen Landwirt auf dem Feld – reif wurden, gab es bei uns Erdbeermilch. Ganz einfach in der Zubereitung, aber auch einfach lecker.

Für zwei Portionen Erdbeermilch braucht man circa 400 Gramm Erdbeeren, 2 Esslöffel Zucker (nach Geschmack) und 500 Milliliter Milch.

Die Zubereitung: Die Erdbeeren werden geputzt, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten. Danach werden die Erdbeeren in einer Schlüssel – je nach Vorliebe – mit ein bis zwei Esslöffeln Zucker bestreut und mit einer Gabel zerdrückt. Es muss genügend Erdbeersaft austreten, damit die Milch nachher auch nach Erdbeere schmeckt und schön rosa wird. Kleine Erdbeerstücke in der Milch sind aber in Ordnung.

Die zerdrückten Erdbeeren mit Zucker werden dann noch mit rund 500 Millilitern Milch aufgegossen, umgerührt, fertig. In kleine Schüsseln füllen, löffeln und genießen. Guten Appetit!

Dörthe: Erdbeeren mit MInze

Es gibt Kombinationen, die sind unschlagbar. Dazu gehört ganz oben auf meiner Liste Erdbeere mit Minze (oder Erdbeere mit Basilikum). Ich liebe beides. Gekrönt wird das Dessert nur von Quark oder Sahne. Saftig, leicht, sommerlich und süß. Besser geht es bei warmem Wetter gar nicht, wenn ihr mich fragt.

Die Zubereitung: Erdbeeren waschen und vierteln. Ein paar Blätter Minze und Basilikum klein schneiden. Dazu ein paar Löffel Quark, alles verrühren, sich mit einer Schale davon in den Garten setzen und genießen. Fertig 🙂 Wer es süßer mag, streut noch ein bisschen Zucker drüber.

Steffi: Marmelade

Erdbeer-Marmelade ist der Klassiker schlechthin und gehört – zumindest für mich – zu jedem ausgiebigen Sonntagsfrühstück dazu. Das Beste daran: Man macht sich einmal in Jahr daran, Marmelade zu kochen, und hat das ganze Jahr etwas davon. Und ein leckeres Geschenk ist Erdbeer-Marmelade auch noch.

Foto: Stefanie Jürgensen

Die Zubereitung: Man braucht nicht viel mehr als Gelierzucker und Früchte. Ich nehme meistens einen Gelierzucker im Verhältnis 1:3. Das heißt auf 500 Gramm Zucker kommen 1500 Gramm gewaschene und klein geschnittene Früchte. Dann alles zusammen einkochen, in Gläser füllen und auf dem Kopf abkühlen lassen. Ich verfeinere meine Marmelade gerne mit dem Mark einer Vanilleschote und einem Schuss Zitronensaft. Übrigens schmecken auch die Mischung Erdbeer-Rhabarber und Erdbeer-Apfel super. Für die Rhabarber-Mischung die Hälfte der Erdbeeren ersetzen, für die Apfel-Mischung ein Drittel. Wichtig ist: Den Apfel schälen und den Rhabarber vor dem klein schneiden abziehen.

 

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