Foto: Laura

Das weiße Watt von Sansibar

Was haben Butjadingen und Sansibar gemeinsam? Mehr als ich dachte. Vor Kurzem war ich auf der afrikanischen Insel im Urlaub und war etwas erstaunt, als ich zum ersten Mal den Strand vor dem Hotel sah.

Wo ist nur das Wasser? Diese Frage kenne ich von Menschen, die zum ersten Mal die Nordsee besuchen. Und nun stellte ich mir diese Frage. Ich wusste zwar, dass es auch auf Sansibar – wie überall auf der Welt – Ebbe und Flut gibt, aber dass die Tide fast so stark ist wie bei uns an der Nordsee, war mir nicht klar.

Warten aufs Hochwasser

Tja, nun stand ich da, weit und breit nichts von dem schönen Wasser zu sehen, das ich mir erhofft hatte. Da musste ich dann doch erst einmal im Pool abtauchen. Denn bis es Hochwasser war, würde es noch einige Stunden dauern.

Das Hotel lag an Sansibars südlicher Ostküste in der Nähe des langgezogenen Dorfes Jambiani. Dort sind die Küsten sehr flach, sodass der Unterschied von Hoch- und Niedrigwasser extrem zu merken ist.

Seeigel und Korallen statt Wattwürmern

Auch auf Sansibar gibt es eine Art Watt. Genauso wie bei uns, aber doch ganz anders: Es ist viel heller als an der Nordsee. Und Wattwürmer habe ich auch keine gefunden, als ich mir das Ganze mal genauer angesehen habe. Dafür aber Seeigel, Seegras, Korallen und wunderschöne Muscheln.

Eine Wattwanderung auf Sansibar – Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht. Aber es wäre ja auch langweilig, wenn immer alles so ist, wie man es sich vorstellt!