Lass dich nicht von den Narben auf deiner Seele beherrschen. Michelle Obama

Ich bin vor kurzem auf eine Aussage der ehemaligen First Lady gestoßen, die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat und in der ich mich selbst wiedergefunden habe: Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Women’s Foundation of Colorado sprach Michelle Obama über die Schwierigkeiten, die sie während der Amtszeit von Barack Obama bewältigen musste. Immer wieder habe sie öffentlich mit Verleumdung und Rassismus zu tun gehabt, sei zum Beispiel als „Affe in High Heels” beschimpft worden.

Dass so etwas auch bei ihr Wunden hinterlasse, sei klar. Acht Jahre harte Arbeit für das Land würden anscheinend immer noch nicht ausreichen, um von allen als gleichwertige Staatsbürgerin anerkannt zu werden: „Als Frauen müssen wir Verletzungen so vieler Art ertragen, dass wir gar nicht mehr bemerken, wenn uns jemand verletzt.”

Aber genau deswegen sei es ihrer Meinung nach wichtig, offen mit derartigen Situationen umzugehen. Man solle keine Angst davor haben, nach außen hin als schwach abgestempelt zu werden. Nach dem Motto: Scheiß drauf ist eine Sache, aber alles unter den Tisch fallen zu lassen, ist eine andere. Nichts zu sagen, würde die Menschen, die andere bewusst verletzen, nämlich nur noch mehr in ihrem Tun und ihren negativen Äußerungen bestärken.

Für mich beweist Michelle Obamas Auftritt unglaublich viel Stärke. Er lässt sich außerdem gut auf verschiedene Bereiche übertragen: Wir leben heutzutage in einer Welt, in der es immer mehr um Leistungsdruck, Selbstoptimierung und Durchsetzungskraft geht. Unkollegiales Verhalten am Arbeitsplatz beispielsweise scheint für viele beinahe schon zum guten Ton gehören. Und wer sich beschwert, solle sich doch bitte ein dickeres Fell wachsen lassen. Danke Michelle. dass du uns auf den Fehler in dieser Sichtweise hingewiesen hast! Deine kurze Erinnerung tat gut.

 

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Janina

Über Janina Kück

Hat zwei Herzen in ihrer Brust: Das einer kleinen Madame mit einem Faible für französische Mode - Ringelshirts, rote Lippen und Kurzhaarschnitte - und das eines RockʹnʹRoll-Girls, für das laute und wilde Konzerte genauso wichtig sind wie Sauerstoff. Ihre Liebe für Rotwein und Kaffee ist irgendwo dazwischen. Genauso wie ihre dunkle Leidenschaft für Pete Doherty.

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