Foto: Nina Brockmann

Neuer Döner Hotspot: Öz Urfa Grillhaus in der Bürger

Döner-Läden gibt es in Bremerhaven wie Sand am Strandbad. Nicht zu viele, aber ein ganz schöner Einheitsbrei. Eigentlich bin ich #TeamDiwan, meine Freunde wollten mich aber immer für #TeamToros gewinnen. So oder so: Für meinen heißgeliebten Döner musste ich mich Richtung Hauptbahnhof aufmachen. Gut, dass jetzt ein neuer in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, der Bürger 93, aufgemacht hat.

Das Öz Urfa Grillhaus sticht mit seinen großen, roten Lettern, die sich über die gesamte Gebäudefront erstrecken, direkt ins Auge. Schon Ende letzten Jahres konnte ich beobachten, wie die große Ladenfläche gründlich saniert und stylish ausgestattet wurde. An Neujahr – dem Tag, wo keiner kocht – wollte ich schön gesund ins neue Jahr starten und das türkische Lokal endlich testen. Leider geschlossen. Doch die nächste Gelegenheit ergab sich schnell und allein im Januar war ich nun schon dreimal dort.

Bester Reis

Mein absoluter Klassiker, egal in welchem Döner-Laden ist der Dönerteller. Wenn ich Zeit habe, nehme ich gerne Platz und freue mich über Hähnchenfleisch vom Spieß mit Reis, Tzatziki und Salat. Auf dieses Gericht ist auch meine Wahl beim ersten Öz-Urfa-Besuch gefallen. Und was mich daran richtig geflasht hat, war der Reis. Die breiten Körner, etwas al dente gekocht, waren bissfest und gleichzeitig cremig. Ich habe es noch nie gewagt, die Konsistenz von Reis zu beschreiben – also kurz: Der hier war perfekt.

Als Beilage kann man auch klassisch Pommes bestellen oder Bulgur. Bulgur habe ich unlängst zu einem Lammspieß gewählt, was auch sehr gut geschmeckt hat. 10,50 Euro kostet das wirklich reichhaltige Gericht – dazu gibt es lauwarmes Fladenbrot, an dem ich auch nichts zu beanstanden habe. Und auch für mich Feta-Freak packen sie auf Wunsch ordentlich was drauf.

13 Stunden täglich

Neben den traditionellen Döner-Gerichten gibt es auch Grillgerichte mit Hähnchen oder Lamm, überbackene, vegetarische Speisen aus einer heißen Pfanne, Vorspeisen, Hummus, Salate, Pide, und, und, und. Alles aus einem großen Ofen, der sich in der Mitte der großen offenen Küche befindet. Fest steht: Dem Gaumen wird auf jeden Fall nicht langweilig. Auch wichtig: Das Essen ist immer on point, man wartet nicht zu lange, die Preise sind angemessen. Das Personal ist sehr freundlich und berät mich manchmal unentscheidungsfreudigen Menschen gerne. Die Öffnungszeiten dürften auch jedem passen: Das Lokal öffnet bereits um 10.30 Uhr und schließt erst um kurz vor Mitternacht.

Meiner Meinung nach ist das Grillhaus eine Bereicherung für den Speckgürtel der Innenstadt. Vor allem Richtung Norden herrscht (leider noch) viel Leerstand und nun gibt es endlich wieder einen Grund, dort hinzugehen.

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Nina

Über Nina Brockmann

Foodie, Yogi und reiseverrückter Lifestyle-Junkie. Kann ohne Kaffee, Avocados und Lachen nicht leben. Steht auf Melancholie, aber nicht auf Mädchenkram wie Kleider oder Nagellack. Nur ohne Lippenstift geht sie äußerst selten aus dem Haus. Auch für Flechtfrisuren hat sie ein Faible.

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